DIE RÜCKKEHR DER TOTEN SURFER

TEIL1:
RETRO SPRUDLER  (Stories)
TEIL 2:
DEFILIBRIEREN OBWOHL ERZBISCHOF  (Lyrik) 
TEIL 3:
IM ARCHÄO TAL   (Roman -  Folgt in Kürze!!!!!!!!)







LIEBE LESER
Theoretisch flippen unsereinem noch genügend Ideen für spinnerte Stories durch die Birne, aber
man bremst besser ein bißchen, bevor Dada am Knusperhäuschen nagt.
Meines Erachtens möchte ich prioritär eher einen Perspektivwechsel konzeptionieren und dahin
zurückwandern, wo meine BONOBO SOUNDBAG Seite einstmals flink drüberbügelte, sprich, euch
mit entfleuchten Schwaden aus meiner CD Kollektion beeindrucken (kicher).
Dazwischen bieten Stories und Lyrik ein waberndes Potpourri, wozu ich euch an dieser
Stelle herzlich einladen möchte.....


TEIL1:

RETRO SPRUDLER, STORIES EINES DICHTEN


INTRO Am ABGRUND
Klappriger als der Reisebus deuten sich Rentner an, gut verteilt über die Sitzplätze.
Vorfreude auf Rastplatz inkl. Andrehung eines Teppichs zerfurcht ihre Mienen.
Dagegen der Fahrer vor Kollaps - war ja wohl klar - seine dritte Runde ohne
Unterbrechung!
Kritische Kurve und ab den Buckel runter, bis eine Schonung mit Getänn Einhalt
gebietet.
Schwer verletzt schleppen sich die älteren Herrschaften übern Kiesweg.
Leider können sie im Funkloch ihre Handys ja gleich fürn Appel und ne Gurke
anbieten - null Empfang. Nur ein Igel rollt sich vor Schreck zusammen und wird
mehrfach ohnmächtig.
Nach drei Kilometern Pattweg schält sich ne olle Burg - auf Landkarten als derer
Von Caldur beziffert - durchs Gebims und schenkt freie Sicht:
In der Oberetage funzelt so manches, u.a. eine Discokugel und die spitzen Beißer
des Gastgebers.
Bevor Klingeln möglich erscheint, bügelt die Nachtmähne seine Rüschen, rezitiert
preiswerte Sonderangebote und wohlan - baggert erwähnte Baggage durch den
Fleischwolf (wobei ihm Faktotum Rüffi seine Dienste beim Catering erbietet).
Nachtrag:
Von diesem Vorfall wurde nie etwas in Literaturquellen erwähnt.
Auch nützte mein persönlicher Protest bei Kripo, Landesvermessungamt und am
Kiosk überhaupt nüschts - der mysteriöse Vorfall bleibt für immer verschollen,
verschollen, verschollen..........
Hühott Peitsche, Jute und Kartoffelsack über den Autoren, welcher schon
ewiglich versprach, sich nicht mehr solchen Stuss auszudenken. Trotzdem ein
Rückfall nach dem anderen: Ungeheuerlich!!!!!!!!!!

NEUES AUS DER TIERWELT
In Germit Pansenhausen maunzt ein Waschbär im Gully.
Weiß der Geier, wie das Vieh da rein geriet. Vermutlich durchs Rohr
hingeschwemmt.
Jedenfalls muß jetzt die Feuerwehr antanzen, und ne Dame vom Tierschutz.
Also Deckel hoch, doch das Vieh wird unwirsch. Wie sich herausstellt, hat er
auch seine Kumpels dabei.
Durch intensive Kommunikation mit dem Verbindungspetze wird freies Geleit
zur nächsten Birke geboten.
Auch ein Korb voll frischer Früchte und Mettbrötchen.
Hauptache nicht jede Nacht lang Party.
Moment, gerade erreicht uns ein weiterer Notruf: Der Kröte sind die Warzen
entploppt. Also nix wie hin!!!!!

Rächer der Fauna
DAS CHAOS KROKO
In ihrem Bau hatten ein paar Biber die Stereoanlage auf 13
gestellt - es schepperte lauter als alle Gewitter zusammen.
Zwecks Heimarbeit gabelte man ein paar Äste auf, um einen
Wall zu flechten.
Genau genommen  nutzten sie ihre Karies Beißer meist zum
Bierflaschen Aufploppen.
Hätten sie mal besser auf den ausgebüxten Alligator geachtet,
der von hinten anpaddelte!
Der Geschmack von Bibern stand nicht unbedingt auf seiner
Speisekarte:
Bei Oma Schmuddel wurde meist Eintopf mit Frankfurter
Würstchen serviert oder manchmal am Vegetarischen Mittwoch
gab es Blumenkohl mit Bechamelsauce.
Allein beim Gedanken daran krallten sich ihm alle Zacken.
Gerade stürzte innen der lärmende Pogo seinem Finale zu,
als das Reptil die Haustür eintrat und sich alle kreischenden
Nager einpfiff.
Bevor er wieder abtauchte nahm man gerne noch ein Ramones
Poster mit.
Solch eine tolle Frisur wie die hätte er auch gerne gehabt - aber
zuviel Schuppen.
So, als nächstes stand das Autokino auf dem Fahrplan, man
gab das Kettensägenmassaker.
Auch konnten dort leckere Teenager aus ihren
Karossen geangelt werden:
Zusammen mit etwas Popcorn und Cola gemixt passte das
schon!

BAMBULE VOR DER BUDE
Es darf vermutet werden, das Ranzo's Imbiss vom Geruch her als
Bindeglied zwischen Fischfabrik und gebrauchter Unterhose
gelten darf:
In ranzigem Fett die Pommes versenkt, Curry Wurst mit oder ohne
Knorpel, vor zwei Wochen die Buletten geknetet und nie
eingefroren.
Dafür fünf verschiedene Sorten Bier und vergaß ich noch etwas?
Ach ja - vor der Lokalität lungerten immer die örtlichen Freaks
rum und drohten mit "Kloppe aufs Maul", versagte man ihnen die
wohlverdiente Kippe oder etwas Taschengeld.
In diesem herzlichen Ambiente umklammerte gerade ein
Stammgast seinen Stehtisch, als sich vom nahen Park etwas aus
dem Busch schälte:
Auf den ersten Blick ein stadtbekannter Trunkenbold.
Dann durch die glasigen Pupillen genauer hingeschaut - und
tatsächlich: Er wurde von kleinen grünen Männchen verfolgt!
Erwähnte schienen eigentlich ganz putzig, hätten sie nicht
Strahlenkanonen aus ihren Handtäschchen bugsiert, mit denen
sie sogleich Laserblitze über den Parkplatz sandten.
Natürlich erwischte es die Falschen: Tief getroffen und mit
Brandflächen im Feinripp verloren Gäste, die gerade ihre Rechnung
bezahlen wollten, sämtliche Inspiration.
Macht nix, dafür gaben die Ufos eine Sammelbestellung auf, von
deren Erlös es sich für mindestens eine Woche ganz gut leben ließ!

PLATTEN KRITIK (TEIL1)
Gute Kajüte, was'n dat für ein hässlicher Brummer?
Also, erstmal Luft schnappen:
Zuerst tippte man/fau auf schottisches Hochmoor, jedoch fehlt der Dudelsack.
Biste nicht vor Mehrfrucht äh Ehrfurcht erstarrt, könnte man eine Woche lang
täglich den Koben scheuern vor lauter Dank über soviel Ästhetik!
Endlich herrscht Klarheit (- hurtig ein Huster aus der Bong gelupft -):
Mich umschwurbelt Neo Kraut die Xte!
Kannste ins Museum hinter Plexi wuppen - mir feudelts definitiv den Buckel
runter!

PLATTEN KRITIK (TEIL2)
Weil man sich nicht am Unglück anderer ergötzen will, umschweife ich
besser meine nächste Plattenkritik.
Was bleibt?
Viel karge Athmo zum Eintanken - da biste in der Drogerie besser
aufgestapelt. Mir lupfts weder Tanzbein noch innere Einkehr.
Ja ja, früher war alles besser Aber herjemineh stimmt doch.

PLATTEN KRITIK (TEIL3)
Genug genuckelt - Tacheles klopft an die Pforte!
Aus folgendem Sumpf versteinert sich beim Stichwort "Stoner" mein
Schienbein, ausholend zum Tritt gen immerwährender Schablone.
Zumindest beim Punk schien "Kreativität" kein Schimpfwort.
Derweil geilt immergleicher Standard uns Schabracken auf oder
auch nicht.
Darf man/frau wetten was, nö, lassens wir lieber.......

AN DER BIEGUNG
Genau den Abhang runter bei der A 375 kurz vor der Tanke,
sogar auf einem Feldweg gangbar, wachsen laut Gerücht eines
Zeugen, nämlich meinem Kumpel Joe, völlig merkwürdige
Pilze: Blauer Hut und schuppige Stielknolle riechen ein wenig
seltsam nach Schwanzsuppe, aber nicht vom Ochsen, sondern
Außenklo.
Neugierig mit'm Mofa hingetuckert.
Exakt da, an der Brennnessel Krümmung, leuchten einem
bereits die spitzkegeligen Hüte entgegen.
Was mich wundert ist, dass an dieser Stelle auch menschliche
Skelette sowie das einer Wildsau lagern, und just in diesem
Moment der Feldjäger mit seinem Dackel aufkreuzt.
Klaro, das Vieh stürzt sich flugs auf sein überraschendes
Fressi: Knacks, hier ein Schulterblatt und links drüben drei
leckere Krallen.
Weniger schön ist es, daß mich der Flintenträger anheischt, was
ich hier wolle?
Denn er hatte dort heimlich das ganze Budget vom
Trachtenverein verbuddelt und wollte nun damit abhauen.
Das gab er offen zu, obwohl es unsereinen kaum tangierte.
"Hier", stolz hielt er mir einen Beutel frisch getrockneter Amanitas
hin, "...stehen zwar unter Naturschutz, aber zwei / drei kann ich
schon entbehren - probier mal!"
Unter keinen Umständen hätte ich mir sowas eingepfiffen, aber
es war Mittagspause und - ehrlich gesagt - schien das Zeug gar nicht
so übel.
Drei, vier Minuten später begann ich samt Mofa rumzufliegen und
sah den Waidmann samt treuem Begleiter von oben.
Wie ich nachhause kam weiß ich nicht mehr.
Jedenfalls las ich ein paar Jahre später in der Zeitung einen
Artikel über Lustgreise in der heimischen Sauna und
ungelogen: Da saß der Kerl -  nur mit einem Handtuch und 'ner
Flasche Bier bekleidet!
Ob welcher Natur sich drum herum der Nebel analysieren ließ
bzw. seine chemischen Zusammensätze war für mich als
Laien leider undurchschaubar.
Übrigens: Die Schwammerl Kurve wurde irgendwann mit Kies
eingeebnet.
An manchen Novembertagen stehen dort Demonstranten samt
einem Schild für Naturschutz rum.
Und aus weiter Ferne weht das Geschmatze des Dackels rüber.
....



ALCHEMISTEN ALLERLEI
Wehklagend lamentieren einige Kolks draußen im Buxbaum, als unter
ihrem Geäst ein Leiterwegen entlang holpert, über Pfützen und Gesumpfe
zum nahen Kastell (- relativ uneinsehbar hinter einer Hecke gelagert).
Dort so munkelt man/frau zu Recht, würden Experimente für
die Goldgewinnung stattfinden und schlechter Fusel gebrannt - dieser
in der Herstellung ebenso aufwändig - dafür im Gegensatz zu Gold
angenehm im Rachen gurgelnd.
Mit solcherlei Aussicht klatscht der Bauer seinem Esel nochmal zwo
extra auf den Popo, um das Vieh zur Eile zu drängen.
Und, haste nicht gesehen, steht die Karre im Hof.
Fürstlich wird das Langohr mit Heu bestochen, während erwähnter
Lakaie zu Erwin Hexer eilt, um Gewünschtes abzusondern, nämlich
zwei Gefäße voller Klatschmohn blauer Sorte, gut verschlossen, da
saugiftig, weshalb man besser Gummihandschuhe trägt, um Kontakt zu
vermeiden oder gleich auf Trip zu fahren, so man will.
Momentan eher zweitrangig für den Experten, denn er braucht das Zeug
dringend für seinen Kolben, woraus es blubbert.
In Erwartung metallurgischer Exzesse: Erste Blasen werden geworfen,
und einige bleiben an seinem Magierhut kleben, währenddessen sich der
Bauer im Nebenraum gleich'n ganzen Flachmann gibt.
Durchs Gewölbe blitzt ein Kreisel, gefolgt von Fontänen feuchten
Goldstaubs, allerdings die Katzensorte, woraufhin man ihm fristlos kündigt,
sowie dem Bauern samt Eselvieh die Abkürzung über den Rübenacker
empfiehlt.   

BIS DIE SCHWARTE KRACHT
Massig Bock am Saukoben:
Soeben kippte Farmer Fridolin vergnügt den Fraß in Trog und Rinne,
da überkreuzten sich seine Gummistiefel, und er versank in einem Meer aus
quiekenden Ferkeln.
Grunzend blies die Muttersau zum Angriff - man mußte spachteln, was auf
den Tisch kam, so stand es seitwärts am Schlacht Transporter.
Das ist Naturgesetz: Ein Ringelschwanz bibbert, und der Eber deckt.
Von Frido konnte man nur noch seinen Eimer im Getümmel erahnen.
Irgendwie lenkte das Schmatzen hungriger Wutzen davon ab.
Als am nächsten Morgen das FBI auf den Plan trat, hatte der Geselle
bereits nichts ahnend den Koben ausgespritzt, außerdem wichtige
Haxspuren zertrampelt!
Zum Ende der nächsten Grillparty hin schnalzte die Zunge angepöckelt -
dieser Geschmack nach Fett und Strohhut. Bäh.

IRGENDWO BEI IDAHO
EIN ITALO WESTERN
Eigentlich regnet es selten in Bimstein City. Genauer erwähnt: In letzter Zeit nie.
Staubtrocken alle Straßen.  Es sei angedeutet, daß die Ursache an Verödung und
Versteppung ganzer Landstriche liegen dürfte, welche LKWs voll Staub über die
Promenade blasen. Das ließ die Einwohnerzahl auf einige Hobos schrumpfen, die 
sich griegräsmig vor ihren Baracken im Schaukelstuhl wippen, dazu auf'm Banjo
rocken, ein Maiskolben Pfeifchen zwischen den Zahnstummeln und los gehts:
"One, two, three...".
Verkniffen schraubt Big Barry an seinem Lastenauto rum. Der Auspuff ist das
Problem: Er qualmt düster bis selbst die Krähen auf'm Telegrafenmast
Keuchhusten erleiden und in die Kaktus Region auswandern wollen.
Montags knirscht das Schild, welches über dem Eingang des Saloons hängt,
besonders rostblattrig, daß es selbst Opis ihre Rente versaut.
Unvermutet tritt ein Fremder an den Tresen der Bar, 'ne Donnerknarre im

Holster.
"Nen Schluck Wasser bitte!" nölt es unterm Stetson, blaue Augen blitzen,
Flecken im Poncho bedürfen einer Schneiderei.
Bliebe ein qualmender Zigarillo zu erwähnen sowie 'ne löchrige Jeans.
Während er mit seinem Lappen über die Theke wischt brummt der Wirt:
"Inkl. Erdbeergeschmack?"
"Besser pur!"
Ohne darauf näher eingehen zu wollen, schüttelt der Barkeeper einen
formidablen Drink ins Glas, bedenkt man die trockenen Verhältnisse draußen,
eine echte Wucht.
Wenden wir uns alsdann den Begebenheiten im Raum zu:
Hinten zwei Gringos am Tisch.  Weiterhin ein Häuptling der Kiowas, welcher
am Klavier 'n duften Boogie über die Tasten klimpert.
Außerdem Saloon Kitty, sie als 'ne "dufte Biene" zu bezeichnen soll nicht

frauenfeindlich gemeint sein.
Zudem räkelt sich ein Pudel seitlich der Bar auf seinem Deckchen. Etwas
schläfrig um Anerkennung hechelnd, hält er dem Gringo sein Pfötchen empor.
Leider hat dieser mehr Interesse für den echten Picasso, der über der Theke
verbleicht. Erahnen darf man drei Äpfel in 'ner Schüssel. Oder ist das Chagall?
Lasst uns nicht weiter darüber palavern, wie es mit oder ohne Handlung zur
Schießerei kommt, nur soviel sei verraten:
Wegen allgemeinem Desinteresse weigert sich der Autor, auch nur eine weitere
Zeile zu verzapfen, also ist somit FINALE.
Nachtrag:
Danke für den regen Zuspruch, hatte obiges Geschreibsel längst verdrängt.
Soeben wurde von den beiden Pistoleros eine Ballerei provoziert.
Unklar, warum. Eindeutig war aus irgendwelcher Richtung der Satz "du dumme Sau"
gefallen.
Der Gringo dreht sich um und schießt aus der Hüfte.
Mit Röcheln kippen die Banditen (oder waren es harmlose Bürger?) von ihrem
Ratan.
So, jetzt hab' ich wirklich keinen Bock mehr, weiter zu spinnisieren, es bedarf
schon regem Zuspruch, welchen unsereiner schmählich vermisst.
Definitiv den Filzer weggeschnalzt. Hallelujah und Amen. Peng.
Und nächste Woche in Ihrem Lichtspiel -  Theater?:
"DIE MAID IN MOKASSINS DUFTET NACH MUSKATNUSS, EPISODE FÜNF"



PSYCHOS DAHEIM
Es regnet nahe Bimsburg an der Murkse in Strömen.
Graupel zerbirst unter den Reifen seiner abgenudelten Karre (ohne
Servo Pneumatik).
Obwohl selbst ein Sozialarbeiter nach Feierabend, kümmert man sich
danach noch um Notfälle.
Der Anruf eines gewissen Erwin S., dem die Erbsensuppe ausgegangen ist,
erfordert dringenden Handlungsbedarf!
In einer dunklen Seitengasse vorm Wolkenkratzer geparkt, wo sich
zwischen tausend anderen Namensschildern sogar der Gesuchte orten
lässt.
Auf  den Knopf am Türschild gedrückt, ein jämmerlicher Quietschton,
die Eingangspforte weitet sich. Links um die Ecke zum Fahrstuhl, hoch
in die 2,5te Etage, über einen modrigen Flur geschlendert und an Herrn S.'s
Pressspanpforte geklingelt.
Dahinter vernimmt man Geröchel, wie man's ansonsten nur vom Uhu kennt
und altem Gesacke.
Nach etwas Ewigkeit lupft sich die Haustür.
Vor ihm steht ein typischer Rentner, klar erkennbar am weißen Gezause um die
Mundwinkel - typischer Bart, dessen Gefranse abzurasieren von keiner
Sozialstation finanziert wird.
"Aua!", röchelt er "mein Wams bläht!"
Tatsächlich hat er vorhin, weniger profan, seine Nachbarn gekillt.
Jedenfalls sind sie quer über den Teppich verstreut. Übrigens einer dieser
Wooldorf Läufer mit Fransen und Brandlöchern. Dazwischen abgetrennte Arme
und Beine - ein ziemliches Gesplatter!
Derweil trägt Herr S. immer noch das Beil in der einen Hand und seine Kippe
in der anderen, mit ziemlichem Zittern, wie man es von Psychopaten kennt,
die gerade ihren Hamster durch den Bau gepustet haben.
Weiter verfinstert sich Sozialarbeiter's Miene, als man Milzen auf der
Matte gewahr wird. Hier war ein Kranker am Werk!!!
Zu allem Überfluß brennt gerade im Wohnklo auch noch der Eintopf an.
Suppe mit Klößchen, wie man auf den zweiten Blick gewahr wird, ein
schwartiger ekliger Sud, was da im Topf brodelt.
"Ich hab' sie ermordet!", flennt der Psycho, "alle von nebenan und nun....!",
sein geräderter Blick wird manisch, " ist es an der Zeit, statt einem
Akademiker 'nen Sozialarbeiter zu killen. Man ist diesbezüglich ja
anspruchslos!"
Vor lauter Selbstmitleid ruckelts ihn. Allerdings bleibt für Selbstmitleid keine
Zeit mehr, denn sein Gesprächspartner, für kritische Situationen geschult,
rammt ihm nach analytischem Überblick die Notfallspritze in den Hals.
Sein Gegenüber röchelt, greift sich an die Arterie und schwappt nach
hinten aufs Sofa.
Weil seinem Handy der Funk Kontakt fehlt, eilt unser Protagonist auf den
Korridor, um nach Hilfe zu lamentieren, verspürt aber subito einen
quälenden Schmerz im Kreuz, denn sein Gastgeber zerfurchte ihn seitwärts.
Sich vom Planeten verabschiedend nimmt man noch die dreckige Lache
des Unholds mit, platscht aufs Tapiflex und Amen für den Ärmsten!

Abend dämmert dunkel. Gespannt wie ein Katzenbuckel lauert unser
neuer Freund auf kommende Sensationen............. ENDE



VIER  SCIENCE FICTION STORIES
FRÜHMORGENS NAHE ALL
Pünktlich frühmorgens um fünf Uhr dringen Grunzlaute vom Territorium der Ruppig Raptoren.
Das typische Schlappschlapp, welches jedwede Flora & Fauna bereichert.
Besonders gerne morastet sichs in wilden Tümpeln, wo aus den Dino- Eiern genauso häßliche
Viecher schlüpfen.
Außerdem sind die Urzeitler überzeugte Vegetarier und ernähren sich von einem Substrat aus Algen
und Seeanemonen. Aber nicht die ausgefallenen Sorten, sondern andere mit Erdbeergeschmack.
Genauso am Aussterben wie die Sauropoden selbst. Schade eigentlich.
Solches fichtet die Expedition von Prof. Dr. Ragitzki indes keineswegs an.
Man überquert mittels Gezeiten Unimog den Sumpf, selbiger durch zuviel Umweltverschmutzung
leicht ausgetrocknet.
Flink noch am Kaffee Automaten ein paar Drinks eingesackt, was mit der restlichen Handlung
absolut nichts zu tun hat.

Dafür soll allerdings erwähnt werden, dass die Crew insgesamt aus drei Mitgliedern besteht,
wo allein Prof. Dr. Ragitzki das Lenkrad schwenken kann.
Zielsicher überfliegt man die Sabbelsaurier, welche sich gerade vergnügt in ihrem Sumpf suhlen.
Leicht zu erkennen an den violetten Poren auf ihrer Oberseite.
Eigentlich, seien wir ehrlich, möchte man die Viecher nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse
observieren, sondern sich auch darüber informieren, ob sie geschmacklich für die Pfanne
geeignet sind bzw. eingedost, um aus kommerziellem Interesse im Regal des Supermarktes zu
prunken, direkt neben der Schildkrötensuppe und anderem ausgestorbenen Kram, einzig dafür
taugend, Geschmacksknospen zu kitzeln.
Aber wir schweifen ab, denn im Augenblick bilden sich gerade Sorgenfalten auf den Mienen der
Raumbesatzung.
Was ist geschehen?
Just als sie landen wollen, wirft ihnen ein kleener Sabbelsaurier seinen Ball ins Getriebe.
Zugegeben ohne böse Absicht. Das dünkt aber momentan nebensächlich, denn die Düse brennt!!!
Mit Getöse rast die Maschine ins Gewässer und versinkt blubbernd.
Leider kann die Crew nicht rechtzeitig ihre Schwimmwesten aufploppen und geht jämmerlich unter,
was den Ruppig Raptoren ziemlich am Wedel vorbeistößt.
Ehrlich gesagt: Uns auch

ZOFF IM WELTRAUM
Kaum zu glauben: Nach 35,369 Jahren Tiefschlaf piepst der Warnblinker.
Benommen rappelt sich Kommander Mc Fahrenlass aus seinem Tank hoch. Melancholisch
plätschert die Überlebensbrühe von seinem ausgemergelten Bizeps.

Knirschend klappt der Deckel hoch (- könnte mal wieder geölt werden).
Überall zirpt und glimmert es am Mischpult.
Offensichtlich hats allen 1500 Pionieren ein Stockwerk tiefer die Lebensfunzeln ausgelöscht, denn
das Lämpchen am Zentralpunkt ist eindeutig erloschen, was darauf schließen lässt.
Weil ein tiefes Hungergefühl an ihm nagt greift er sich etwas Hühnerbein aus dem Kühlschrank.
Dazu ein frisch gezapftes Bierchen - so lässt sichs leben!!!
Nanu, aus  weiter Ferne deutet sich im Kosmos ein irisierendes Leuchten an, welches auf keiner
Karte erfasst ist.
Da leider ohne Kontakt zur Bodenstation muss er alleine überlegen, ob man das vermeintliche Geröll
einfach wegteasert oder akrobatisch umschmeichelt.
Plötzlich werden seine trüben Gedanken weggewischt, weil ihm kommentarlos einige außerirdische
Abfangjäger entgegenglibbern, Amöben ähnlich, mit Strahlern vorne dran und man kann förmlich
das hämische Gekicher dieser extraterristrischen Brut erahnen, wie sie sich immer weiter nähern.
In letzter Not erinnert er  sich an Pult 93 Xa- Bims, welches, obschon länger eingerostet, als
Rettung dienen könnte.
Der Hebel klemmt etwas, dann ergießt sich eine Handvoll Ionisiertes auf die Verfolger.
Erbarmungslos nudelt besagtes Teil alles im Umkreis von massig Kilometern weg, so als ob Omi einem
Gangster ihre geklaute Handtasche in die Fresse schmiegt.
Mit Ding Dong, wie beim Flipper Automaten, weg ihr Agressoren und zack ist der Spuk
erloschen!!!
Ein zweites Bier hat man sich jetzt redlich verdient. Oder seid ihr da anderer Meinung?

TRIP ZU GEMINI 13
Periphär wird gemunkelt, vereinzelte Kuben auf Ringen, welche dem obskuren Gemini 13 am
nähesten dran sind, leuchteten violett statt blassblau.
Weit gefehlt, wie im modernsten Observatorium, das in der Mojave Wüste vor sich hindämmert,
eindeutig zu belegen ist.
Man könnte es als Fehler des Systems deuten oder Fliegenkack auf der Linse, irgendwie wurmt
 Prof. Plumpsy, Inhaber des Nobelpreises für angewandtes Galaxo Geglubsche, diese Ungewissheit
außerordentlich.
Also schickt man eine Sonde nach dorten.
Kaum gelandet, gibt diese ihren Geist auf, bzw. man munkelt, sie sei falsch konstruiert worden:
Pluspol quer Stöpsel statt andersrum.
Arm an Information (-dafür einst sauteuer-)  muss man diesen Plunder leider abschreiben.
Somit her mit einer Alternative !
Nach langer Suche findet man ein Ofenrohr, das sich mit Computerkram, Kontrolldrähten und Glühbirnen
vollstopfen lässt. Sodann zielgerichtet zum Staubklumpen geballert.
Neue Erkenntnisse finden sich dort reichlich: Z.B. das manchmal Wind weht und gelegentlich ein
Vulkan blubbert.
Genau genommen fast wie auf unserer Erde. Zwar in weniger satten Farben, dafür mit ausgezeichnetem
Panorama auf ein paar Tannen und nen Elch, der sich verwundert die Glubscher reibt.

SOS - MEINE RAKETE KNEIFT
Weiter als bis zu den Kraut Zwirblern sollte niemand wandeln. Das weiß auch Offizier TU 33.
Gespenstisch ragt das Shuttle an den Knollen lang, während er  sich mit seinem Handschuh die
Schwaden wegfächert und versucht, Kontakt mit seiner Crew aufzunehmen.
"Hallo, kann mich jemand hören? Expeditionstrupp bitte melden!"
Statt einer Antwort flackert nur kurz ein schrilles Krächzen aus der Muschel.
Grundsätzlich wäre hurtig zurück in den Staubpilz eine Option. Denn im Regelfall bei lebendigem
Leib von Bioplastik absorbiert zu werden scheidet als Alternative definitiv aus.
Ohne umfangreiches H2O hätte dieser Zwergtrabant auch nach keiner Landung verlangt.
Doch gerade jetzt, wo im Mutterschiff technische Pannen nach Zwischen Stopp verlangen, sollen
dort unten geforene Blöcke als Proviant ausquadriert und Lebensform gejagt werden, mindestens
bis Chiffre 25 auf der Nahrungstabelle, was in etwa einem Minimino oder vier bis fünf Säcken
nitrathaltigem Plankton entspricht. Ebenso sinnvoll erscheint auch Fettkraut. Eine weitere
Möglichkeit wäre Blitzstoff, der auf der Zunge zerschmilzt wie Einweg Gullasch aus Ernestos
Imbiss.
Achtung, wichtige Mitteilung:
Die Crew ist verschollen, verschollen, verschollen....
Was'n das für ein Echo?
Verschollen, verschollen, verschollen. Schwabbel. Schwabbel. Riff. Riff. Riff riff riff riff psssssssst.........

KUTSCHE OHNE NEBEL
EIN WEITERER ITALO WESTERN
Hurtig den Canyon runter zum Rio Glubscho. Mit dem Wells Sargo
kein Problem.
Würden nur nicht diese bissigen Klapperviecher schnappen:
Man wagt kaum, eine Spore nach der anderen durch die Prairie
zu klicken. Hallo Ureinwohner - nicht nur betreiben sie einen
Glückspielautomaten - flink blasen sie dir mit ihren Donnerpfeifen
den Stetson weg, manchmal samt Skalp darunter.
Weiter galoppert.
Oha, freudig tritt Farmer Boff vor die Ranch und wischt den
Stacheldraht beiseite.
Ab ins Interieur. Wir müssen uns beeilen, denn der Kojote beginnt,
vom Kaktus zu trällern:
Ein Medley aus bekannten Country Songs und etwas
Selbstkomponiertem, mehr im Rockbereich.
Lecker, in der Küche wird uns Plärre aufgetischt und Bohnen aus
der Dose, aber wir Cowboys sind nicht wählerisch!
Zur guten Nacht im Schuppen mit einer speckigen Büffelhaut
zugedeckt, und die Träume von Lärmarie können losgaloppern.
Ist eh alles Blutwurst.


DRUG CONNECTION
In der Tiefgarage ging gerade ein Deal mit ner neuartigen Droge ab.
Man parkte zwischen SUVs, einige Ganoven schirmten die Zufahrtskurve ab,
und man will nicht verschweigen, dass eine gewisse Nervosität zwischen dem
Abgas hing, denn Big Boss ließ durch seinen Chemiker prüfen, ob ihnen die
Thai Boys auch wirklich prima Stoff in ihr abgepacktes Säckchen führten oder
Abflusspulver.
Plötzlich flackerte der Leuchter vom Aufzug. Das Tor klapperte auf. Gewandet
in Lumpen wollte sich ein Hobo zu seinem Eckchen begeben, um dort ne gute
Buddel einzupfeifen.
Brummend  machte El Morto ne unmißverständliche Geste. Sofort pirschten
seine Body Guards ran, um den Störenfried im Gully zu entsorgen.
Doch plötzlich zog der Kerl einen Ballerprügel aus dem Wams:
"Alle die Flossen hoch!!!", brüllte er.
Da waren die Frechies glatt baff. Nur einer der Thais erkannte die Situation
sofort: Dreimal Rolle vorwärts, der blitzschnelle Hackentrick und die Polente an
ne Werbefläche geklatscht.
Leider keine Zeit für Beifall. Hurtig in die Luxus Karossen und alle Schranken
beiseite gesplittert.
Denn von weitem blinkten Martinshörner, aber Weihnachten war erst in zwei
Monaten



SECHS STORIES STARING GRAF VON MURR

Kapitel 1

Bei Graf Murr wackelts am Haussegen, denn Neffe Bodo gelüstet es nach mehr Taschengeld.
Graf Murr: "Kommt überhaupt nicht in die Tüte. Mach die Biege, du Nichtsnutz!"
Bodo: "Aber Onkelchen...!"
Graf Murr bleibt beharrlich, "nur weil du unten in der Fressluke die Blutkonserven schrubbst, hast du noch lange kein
Recht aufzubauschen!"
Justamente rappelts im Gebälk. Man wagt es kaum zu glauben, aber Dr. Kieselstein kommt gerade aus der Kur
vorbeigebogen:
"He, gibts hier einen Kammerdiener? Mich gelüstet es nach Experimenten mit dem Sahne Quirl!"
Graf Murr wird pampig: " Im Keller türmt sich noch dein Gefledder vom Ascherdienstag!"
Dr. Kieselstein: "Na na, wieso so undankbar, alter Geselle. hast auch immer kurzerhand dein Päckchen eingesackt!"
Gebimmel an der Pforte. Drei unsichtbare Gesellen begehren Einlass:
"Uns bibberts. Eine Karaffe Glühwein wäre willkommen...!".
Graff Murr ist außer sich, "wie, noch mehr Geschmeiß? Mir wird pelzig auf der Zunge!".
Ohne mit der Wimperntusche zu dackeln verwandelt er sich in Draculas Doppelwandler.
"Grrr...rr...rrrr. Mein Cape wallt. Mir juckt der Schweif!"
Lautes Kreischen durch den Burgmörtel. Ängstlich verpisst sich das Pack (Neffe, Doktor und Bettlaken) in den nahen
Sumpf, bis frühmorgens ein Gockel brunst.
ENDE

Kapitel 2

Es muss kein Arzt für Analfisuren sein, man sollte jedoch besser wissen, wo ein gewiefter Experte mediziert. Also bimmelt
Graf Murr in der Sackgasse 17 mit Hoffnung auf ein erfolgreiches Unterfangen.
An der Rezeption empfängt man ihn freundlich:
"Guten Nachmittag, ich bin Schwester Trockenhaube. Haben Sie einen Termin?"
"Einen Termin? Steck dir deinen Termin ins Nähkästchen - ich will sofort Dr. Prof. Med. Ruckelbumms sprechen!!!!"
Sofort wird irgendwo ein Notknopf entsperrt und prompt wölbt sich eine monströse Gestalt, der das Brust Toupet aus
dem Kittel quillt, entlang der Schwelle auf: Der Doc persönlich.
"Na warte, jetzt gibts Saures in die Krampe!", kreischt er (- Applaus aus dem Wartezimmer).
Graff Mur entsteigt hastig dem Anzug: "... und sowas schimpft sich Erstversorgung? Eine Anzeige ohne Schriftverkehr
können Sie erwarten!!!"
Inzwischen wurden bereits zweieinhalb Sonderkommandos alarmiert und zerfasern unter ihren Stiefeln den Läufer - Chaos pur!
Zum Glück kann der Graf, mit einem weißen Kittel getarnt, türmen.
Zuhause cremt er sich erstmal  herbstzeitlos den Hintern ein (saugiftig, aber entspannend beim Lesen doofer Stories)
.

Kapitel 3

Verdammt, Graf von Murr hat die Geheim Nummer seines Safes vergessen. Umsonst versucht er den Tresor  mit einem
Dosenöffner zu knacken.
Auch Einsatz einer Bunsenflamme scheint umsonst.
"Vielleicht sollten wir es mit TNT versuchen!" rät Rudy, das Burgfaktotum, ein buckliges Wollknäuel, welches aus Von Murrs
Hosenschlitz ragt.
Sicher platzt der vergeigte Leser bereits vor Neugier, was da im Safe rumlümmelt. Geht ihn eigentlich einen Scheiß an,
aber wir wollen mal nicht so sein:
Also, dort im dritten Fach thront ein gefrorener Waschbär aus Kolumbien. In seiner Wampe war vor zweieinhalb Wochen
- bestellt vom Grafen  - astreines Koks ins Bundesgebiet eingeschmuggelt worden. Das soll eigentlich an öffentlichen Schulen
verhökert werden und in Prolldiscos. Zeitnah geht es auch darum, dass derzeit im Portemonnaie Ebbe herrscht. Zu allem
Überfluss war ihm auch zu Ohren gekraucht, dass Gangster einen Insider Tippp ergattert hatten und bereits planten, den
weißen Stoff für ihr Casino zu rauben. Eine MP soll zum Einsatz kommen und sogar ein Küchenmesser. Also Vorsicht im
Staate Dänequark!
Plötzlich ertönt ein "Plink!", unverhofft schwallt der Safeklicker die hochkomplizierte Zahlenreihe 1-2-3-25 aus, die Pforte
des Geldschranks erklafft und - oh Graus -  weder ein Waschbär noch Omas Rezept für Pflaumenkuchen lungert im Gehäuse.
Dafür plätschert außerhalb des Schlosses der Burggraben - dort hinein waren nämlich die Gangster geplumpst und jämmerlich
wie Klostein ertrunken.
Es sei noch erwähnt, dass dem Grafen wieder einfiel, wohin er den Tresorinhalt velegt hatte, nämlich ins Handschuhfach
seines Oldtimers. Womit die (hoffentlich auch für euch) spannende Story endet. Super, wenn ihr auch weiterhin nicht den
gelben Lappen schwenkt. Es bliebe noch soviel zu erzählen. Hab eigentlich keinen Bock drauf, aber der innere Zwang treibt
einen dazu.
Also bis denn.....      euer Rick

Kapitel 4

Am Strand von Strömemünde findet man nicht nur Muscheln und gebrauchte Bermudas, sondern selten mal ne Buddel mit
Schatzkarte drin. So auch Graf Murr, als er gerade den Sonnenschirm hochklappt: Ein zerissener Fetzen, darauf eine Insel
mit Koordinaten gekritzelt, zwei zerrupfte Palmen, ein Totenkopf, und ein Kreuz an ner Biegung - dort sicher feines Material
zum Ausbuddeln!
Also hurtig bei Captain Seekuh 'n Kutter gemietet und ab durch die Gischt.
Nach drei Tagen endlich Geröll am Horizont: Vor Ort lassen sichs  'n paar Walrösser gutgehn und viel Grün.
Man lichtet also Anker und beginnt am besagten Ort zu buddeln.
Dann weiter hinten 'ne Entdeckung: Zwischen Spitzdorn flackert das Klabautertempo mit den verbogenen Gräten!
Dort muss die Truhe inklusive Kostbarkeiten rosten!!!
Und tatsächlich - in zehn Metern Tiefe krümelt 'ne Box. Man wuchtet sie empor, knackt die Kette und - Enttäuschung lass
dich tätscheln - nur gebrauchte Unterhosen vom Captain drin!!!
Merke: Das Ergebnis von Goldgier enttäuscht meist auf ganzer Koks Linie. Halt also den Papagei nicht flach. Aber wem
erzähle ich das?......

Kapitel 5

Mal wieder ist Graf von Murr komplett pleite. Ein Bruch in die Eckbank seines Vertrauens scheint vonnöten.
Allerdings kannste verlässliche Komplizen den Abfluss runter stöpseln. Einzig ein Alter mit Klumpfuß scheint
verlässlich, den kennt er noch von seiner Jugend beim Militär.
Also nachts an der Glastür vorgefahren, mit dem Schweißbrenner die Alarmanlage weggeflammt, doch dann -
Enttäuschung lass nach - keine Moneten. Dafür pennt der Bankdirektor im Tresor gerade seinen Rausch aus.
Zornig heischt der Graf ihn an.
"Wo, verdammt nochmal, sind die Moneten?"
Benommen zuckelt sich der Filialleiter am Fils, "von welchem Geld sprechen Sie? Die Inflation hat alles
weggerafft!"
Weinend lässt er den Grafen in seinen Geldbeutel blicken.
Und tatsächlich - neben einem verdorrten Kaugummi rosten dort gerade mal zwei Euro vor sich hin.
Graf Von Murr trübt sich der Blick vor lauter Mitleid und sogar sein Komplize erleidet einen Heulkrampf,
ziemlich lange dauernd. So etwa zwei Minuten.
Beide kramen schluchzend in ihrer Hosentasche nach etwas Kleingeld und tuckern, immer noch am Weinen,
mit der Karre davon.
Achselzuckend klopft der Direktor sein Kissen zurecht und schnarcht weiter.
Und die Moral von der Story?
Wie bitte, so einen Scheiß als "Story" zu bezeichnen, ist ja wohl das Abgefeimteste seit Erfindung des
Haarshampoos. Ab in den Shredder damit!!!

Kapitel 6
 

Draußen pisst es in Strömen.
Graf von Murr hat es satt, endlos die immergleichen Pornos im Recorder
abzunudeln und will auf Freiersfüßen wandeln.
Eine Kleinanzeige ist schnell geschaltet:
"Suche Weib mit dicken Titten und Potte auf dem Konto!"
Zwei Tage später klingelt tatsächlich das Handy:
"Hallo, ich bin Walpurga Wobbel, Königin der flinken Handbewegung!"
"Und ich bin Holmi, der Mann mit dem Koloss in der Bermuda!"
Ein Treffen ist schnell vereinbart und wenig später klingelt die Bimmel am Schloß.
Vor der Pforte wippt eine Elefantin im Abend Dress.
"Alter, lass mich rein, mir ist schon feucht vom Regen oder sonstwas!"
Vor Entsetzen sprachlos schrumpft dem Grafen der Zipfel im Frack.
Außerdem verspürt er plötzlich eine Flinte an der Fliege.
"Alter, das ist ein Überfall. Flossen hoch und her mit den Kronjuwelen!!!"
Was bleibt übrig, als der Dame selbiges auszuhändigen?
Dazu ein kostbares Medaillon mit dem Abbild seiner Oma.
Zufrieden grunzend packt sich Walpurga die Schätze in die Schürze, dann haut sie dem Grafen ohne
Vorwarnung die Flinte in die Schnauze, so dass er komatös den Teppich knutscht.
Anschließend türmt sie über den Kies, während der Graf sich hochrappelt, zum Heli stürzt und ihr
von oben mittels einer Spezial Düse den Schmuck wegsaugt.
Um noch etwas Spaß zu empfinden, blasen die Rotorblätter ihre Rockzipfel hoch, wobei sich
Von Murr einen ins Schwänzchen .
Als Gentleman lässt er die Dame anschließend in ihre Kleingarten Kolonie verduften.
Am nächsten Tag bestellt er sich beim Porno Versand die DVD "Wonne in der Tonne".
Etwas Freude im Leben muss sein!




URBANER FETZER
Zur Herbstzeit: Draußen stieben bereits erste Kippen durchs Geblätter,
taucht Martin (Name geändert) im Autohaus Frontal Crash 23 auf.
Base Cap, Pulli voller Crack Krümel. Vom Kampfhund angefetzter
Turnschuh.
Irgendwie voll fertig, vorgestern mit' m  Luxusschlitten Totalschaden.
Illegales Autorennen durch Passage, dummerweise Poller gestreift,
Pincher mitgenommen. Ab durchs Dickicht!
Okay, keine Panik, Karre ist eh geklaut. Neue muss her!
Knapp'n Kilo Stoff will verfluchter Digga - ab in den Kofferraum mit
verdammtem Hurensohn. Durchstarten. Wrmmm.
Warnblinker am Doom/ Ecke Fuckweg. Busspur / Blutspur / Busspur.
Keine Hektik. Knarre raus. Bumm. Dem Passantenwixer Hirn weg.
Durchladen. Verdammt, SEK:
"Legen Sie die Waffe beiseite und kommen mit erhobenen Händen raus!"
Schweißperle an Oberlippe. salzig.

WARUM MIR MEINE BADEHOSE NIX NUTZT (EIN PORNO OHNE SEX UND
DOPPELTEN HODEN)
Mmmmmmh,wräggggghx, aaaaaahoi!!!
Seitlicher Schwell äh Schwenk:
"C'me on, Bürsti, gib alles".
Leicht gelangweilt räkelt sich Hausfrau Gretel unter dem Schweißklops, von diesem
Anraten auf ein Deo geflissentlich ignoriert. Geschweige denn Lappen oder seifiger
Zuber.
In Gedanken ihre Checkliste für den nächsten Einkauf:
Ein Glas Gurken, ne Aubergine plus drei Schnitzel.....
Säßen ihm nicht die Geldgeber im Nacken könnte Director Luigi ne ruhigere Kugel
schieben.
Stress am Dreh:
Bürsty's letzte Pille entglitt ihm.
Jetzt noch ne Großaufnahme. 50 Euro bar in die äh... Börse.
Echtes Argument für'n Amateur. Draußen pfeift Wind.

BÖSES VOM BAU
In einer Kleinanzeige bot Munox seine Dienste an.

Durch Zauberei sollte er meinen Chef erledigen, Leiter einer
Spezialfirma für Gipsplatten.
Nun wollte ich dessen Job übernehmen, mit reichlich Know How
den Laden schmeißen, mehr Neubau beliefern und auf
Umweltschutz pfeifen.

Außerdem ging mir seine meckernde Alte auf den Sack.
In einer Kammer hinter Zementsäcken zelebrierte der
Beschwörer Seltsames.
Aus dem Darknet war schnell eine Formel gefunden, nun
mussten nur noch drei Haifischzähne in den Betonmischer
gekippt werden.
Nicht gerade billig, den Wärter vom Aquarium zu bestechen
und den restlichen Fisch verfütterte ich an mein Schoßhündchen,
einen Pudel, der deswegen die ganze Nacht lang  auf die Matte
kotzen mußte: Zu schnell auf einmal gefressen. Selber schuld!
Dreimal mit dem Würfel eine Sechs, und schon zerbarst mein
Boss zu einem Hauch Klospritzer.
Später, als man reich und berühmt war, konnte ich es mir
leisten, auf Augenzeugen Munox ein Killerkommando zu hetzen.
Hinterher erschien mir dieser olle Spielverderber nachts im
Schlaf und erschlug mich mit unserem Kassenschlager:
Gehärteten Mörtel auf Nitratbasis.
Tja dumm gelaufen, c'est la vie!

MITTAGS HINTERM WIRTSHAUS
Angerotzt räkelte sich so'n mittelschwerer Olch auf'm Arsch Draht.
Wo blieb nur Bölk Humpen Fünf?
Es dauerte Lichtjahre, ach was, Entstehung von massig Galaxien,
bis endlich Butzenbach anschnarchte.
Wie immer nahm das Unglück seinen Lauf, als das Nass
überschwappte.
Diesmal war er über den Krückstock eines Gehbehinderten
gestolpert, unterm Tisch herausragend.
Pardauz, das Gesims geknutscht, worüber der Verursacher hämisch
kicherte.
Pech für ihn, daß wegen Corona kaum Gäste auf der Veranda
rumlungerten, denn das Lokal dämmerte seinem Ruin entgegen.
So konnte man ohne Zeugen prima die Glocke befrieden!
Indes krallte sich der Eingegipste, incognito bei der Army, seine
Magnum und  verballerte fünf Magazine plus Leuchtkugel.
Mit zusammengekniffenen Stents zeigte sich der Nebenmann, gerade
Minestrone schlürfend, solidarisch und warf ne Handgranate,
Alles wälzte sich im Blut, wobei man unvermittelt den Eindruck
gewann, dass sich angedeutetes Drama nur als ein hybrider Alp
auskristallisierte.
Erleichtert lud uns der Mann mit Krummstab sogar zu ner Runde ein!
Es wurde viel über Kleingärten geschwafelt (ohne den Scheiß von
dunnemals).
Anschließend torkelte jeder in seine Richtung.
Obwohl - fünf weitere Pils bei Billy's Bierschwenker waren noch im
Budget enthalten!



NEUES AUS DER TIERWELT, TEIL 2
Gestern Nacht, kurz bevor ein neuer Tag antappste, gab unser TV
seinen Geist auf. Genauer gehustet - er implodierte zu einem häßlichen
Klumpen Mechanik!
Physikal-chemisch kaum erklärbar, auch warum ein Kanten vom Bildschirm
gen Katzenkörbchen schleuderte. Worauf unsere Mietzi sich veranlasst fühlte,
quer über den Bast zu maunzen.
Natürlich ließ draußen hinterm Fenster die Antwort kaum auf sich
warten:
Ja, genau dorten, wo Tierviecher immer heimlich die Sportschau
mitverfolgten. Hauptsächlich Fussball. Hertha BSC und Co.
Weil sie vom Mauzinator immer schlecht behandelt wurden, konnten sich
besonders die Spatzen eines hämischen Gezwitschers kaum erwehren.
Vor Wut bekam Katzilein glatt nen Ausschlag, tigerte zur Scheibe und
unter verschwitzem Schnurrhaar mit der Tatze geschrabbt, bis das
Glas zerbarst.
Um ihren Kragen zu schonen hatten sich die Übeltäter längst zwischen
die Beeren verpisst.
Enttäuscht blinzelte der Kater durch seine Seeschlitze, musste sich
widerwillig mit ner angenagten Erdbeere genügen:
Da kann sich der Stärkere noch soviel aufregen - am Ende obsiegen
gefiederte Guerillas aus Funzelhausen!!!!!

GEDANKEN ZUM SOUPER
Drei Flaschen Bier entploppen noch lange keinen vergeigten Sommer.
Weit entlegen vom Parlament weint ein kleines Eichhörnchen um seine geraubte Nuss.
Zwischen den Dornen eines Holunderstrauchs erblüht der Stechapfel.
Damals rebellierte man gegen den Fürsten, heuer gegen einen defekten Cola Automaten.
Es bedarf's keines Fingerzweigs, um die Fichte zu kippen.
Man muss keine Pirouetten drehen, um
im der Gruft zu versinken.
Asketische Witze sind wie Trockeneis im Nebel.

 
DAS EVENT
Knapp 3000 Meilen von Lärmery entfernt findet alle Dekade das Festival "Brennender
Wagenheber" statt.
Hurtig mit'm Buggy den Highway runter, dann staubt links ein Gelände, eher eben
statt abschüssig - perfekt für Installationen.
Laut Wetterstation heißes Klimakterium, tatsächlich nieselt es.
Unbeirrt schlagen die Großstadt Kids aus'm Winzkaff ihr Tipi auf, dann erstmal Cola
mit Peyotl.
Alsbald wird ein Stapel Gummi entflammt, um Palimpo, den Regengott, gnädig zu
stimmen: Diverse Tropfen meint man so zu ergattern, aber eher unter der Bettdecke.
Apropos: Die Mädels vom Nebenzelt, verziert mit Girlanden und Geschmeide aus Jade
oder Bimstein, keinen Schimmer, starten nachts lautstarke Fruchtbarkeitsrituale,
daß sich jedes Erdmännchen noch'n Kilometer tiefer in seinen Bau verbuddelt.
Frühmorgens reißt einen das Gegockel vom Zwergwaran aus'm Alp:
Es gilt, das Festival in allen seinen Facetten zu entdecken. Womit wollen wir also
starten?
Ach so, erstmal Frühstück - Biobier, letztens von der Tanke geklaut, ferner
Fenchel geröstet und.... ach lassen wir das - mir ist jetzt schon übel.
Garantiert platzt der vergeigte Leser seit mehreren Stunden bereits vor Neugier, was
eigentlich da in dieser Einöde am Steppen ist?
Um der Wahrheit genüge zu leiden: ich hab', ehrlich gemauschelt, keine Ahnung und
muss erstmal bei Wikipedia recherchieren.
Mist, mein Compy faxt: Also selbst ausgekügelten Scheiß aus'm Fuck Offer gestusst:
Sandwärts Hippies mit langen Bärten, Geschweißtes und Drachen an der Luft ( - oder
waren es Pünktchen in meiner armen Birne?).
Im Gedächtnis brummt anfangs erwähnter Buggy, der sich entflämmt wie Sirup vom
Pfannkuchen:
Balla Balla Burning Man.....



WERK  DER AGONIE
Grünblättrig Chrysanthemen - lila tropft ihm der Buntlack vom Finger. Bildet
Pfützen dort, wo die Ratten ins Loch türmen. Durchs Gemurmel schrapnellt sich
Zugluft, verkringelt mit der Zierde seines Puff Sofas wie Fischhaut.
Wenig stimmt die Choreographie, kaum perspektivische Kontrastfarbe - weit von
Extravaganza entfernt, vielleicht einen Traufstreifen kringelnd, was aber
überrascht, denn bei kaum jemanden wird dadurch Stimulation hervorgerufen.
Im Gegenteil: Zwangsläufig scheiden sich daran die Geister. Den einen entzapfts
morbide, anderen vermittelt es jenen Hauch von Klarheit, um Schmodder
auf die Leinwand zu klatschen. Mit Feinbiss hat das wenig zu tun, derzeit bittet
Olch Von Münzenblob sein Medium Morpha, ihm die Finger zu  entschmutzen,
schließlich hatten sie mit dem Pinsel endlose Leinwände liebkost.
Massig ausgequetschte Tuben, mit Borsten über die Staffelei.
Formvollendet zeichnerisches Geschick - andererseits lehnte er eine Ausstellung
in der National Galerie ab - obwegen Mißgeschicks eines Kettenrauchers bis auf
die Grundsäulen abgefackelt, und der Renovierung hätte es fünf Jahre bedurft.
Worauf er nicht warten wollte, somit auf zur Safari gen Ballabuxte. Dort nach
Inspiration bzw. giftigem Gepilze geforscht, welches Visionen urgesuppten Wesens
erschaffen oder zumindest seinen künstlerischen Bankrott vergessen
lassen sollte könnte sein!
Frisch gedröhnt zurück ins heimische Atelier, um das größte Poster eines
x-beliebigen Doms zu pinseln bzw. sonstigem Gemäuer, das so aussah.
Ehrfürchtig ließen Mäzene dafür sogar ein paar Dollar klingeln.
Gleichfalls müsste auf Basis sensorischer Anführungszeichen eindeutig erwähnt
werden,  daß er Morpha ein "gewaltiges Bussi" bimmelte. Wog von der Bedeutung
her schwerer als kiloweise Haschisch!

NEUES AUS DER TIERWELT (PART 2, DEM GULLI ENTRÜCKT)
Nachts gefror es auf Minus Ein Grad. Das war schon eine ganze Menge. Nichts
aber im vergleich mit 2071, worauf du einen lassen kannst.
Inzwischen war es jedoch Hochsommer. Vom Helikopter aus betrachtet sah man
nur Dörrland plus ein paar ausgetrocknete Rindviecher nahe der Kreuzung
A57g Schrägstrich Planquadrat 10.
Du erinnerst dich sicherlich daran, wie sich zu jener Zeit diverse Unfälle mit
Elektro Autos ereigneten, unvergessen der Trinklaster, dem das knappe Gesöff
aus dem Schlauch strömte, nachdem ihn ein Gogo touchiert hatte.
Solcherlei  Gedanken blitzten ihm durch die Föhnlocke.
Besser sich auf die Jagd nach der Ratte zu konzentrieren, deren Barthaare soeben
aus dem Gully bibberten.
Lautlos den Laser positioniert, das Abendssen ins Visier genommen.
Prima, daß er als erfahrener Jagdprofi vorher die Gläser seiner Staubmaske mit
nem Wischmopp abgetupft hatte.
So diagnostizierte er sofort, wie das Vieh zwischen den Gitterstäben seinen
Schwanz hin und herschwang, an ihrem archetypischen Gequieke meinte er
sofort, den flinken Nager zu erkennen.
Kurz markierte sein Blitzstrahl  dessen Schnauze, platsch, kippte das Vieh in den
Kanal unterm Trottoir.
Nun mußte er den Kadaver nur noch rausangeln, bervor er in der Brühe
wegflitschte..
Mittels einer langen Drahtschleife konnte er das Fressi am Kragen packen und
hochwuppen. Trott Riesenhunger grillte er den Leckerbissen noch vorm
Einspachteln.
Kein leichtes Unterfangen, denn die Sonne über ihm verlor allmählich ihre
Strahlkraft. Also setzte man ab einer gewissen Tageszeit lieber seine Sonnenbrille
auf, um die Umgebung zu erfunzeln.
Und haste nicht hingeguckt, meinte er, eine Meute dieser Ratten Bubis ranpirschen
zu hören, ganz tief unter seinen Gummistiefeln, vom Kanal aus.
Ob sie sich vielleicht bzgl. ihrem Kampagnon rächen wollten oder den Flintenmann
als Zwischenmahlzeit erkannten, maß in der Endzeit keinerlei Bedeutung
Hier galt immer noch das Recht des Stärkeren inkl. Kanone!
Trotzdem buckelte man vor Gestalten wie Mad Erwin ( von welchem ich in der
drittnächsten Story berichten werde) lieber zum andern Gehweg rüber und putzte
sich zum Abend gut die Zähne (z.B.mit Ginster oder Schafwolle) - es bedurfte da
einiger Kniffe.
Jedenfalls hatten die Ratten Schiß und verpissten sich wieder.
Wehmütig blickte er auf die abgenagten Überreste seines Mahls:
So, jetzt noch Nachtisch. Eventuell einen Uhu oder ne faust ausgestorbene
Zauselschnecke.
Flott mit etwas Brackwasser nachgespült und erneut auf die Pirsch!
Also, gut's Nächtle, werte Leser, bevor die Schnucke zirpt.
Usus in einer hundmiserablen Science Fiction Story und man winselt um Gnade
für deswegen.

ZUGABE 1
Aufgrund von Borreliose, geortet im Hypo Tralala, darft du dich zeitig morgens
auf ne Lumbardpunktion freuen.
Vorher Intelligenzcheck, drei Kügelchen hintereinander schieben.
Kläglich versagt, aber was bedeutet das schon?
Verborgen in geistigen Arealen, wohin kein Telescope je gelangen wird, treffen
sie mich bei der U-bahn unten, dritter Schacht, Gleis mit Kiosk, wo gegenüber
gerade frisch gekachelt wird.
Aut digitaler Anzeige: Ankunft Richtung Klinik in sieben Minuten.
Kaum Pendler graulen sich gen Arbeitsplatz.
Bankwärts verlängert ein Obdachloser sein Delirium.
Überall wabert lauer Wind und kriecht murmelnd die Schienen hoch, vorbei an
zwei Vertretern einer Sekte,  deren umrändertes Dreieck auf ihren Aktenkoffern
prunkt.
Via Wulstkopf transmittern sie digitale Infos. Eventuell durch Entkrypter zu
dechiffrieren. Außerdem verströmen sie einen Hauch von Morast und bieten mir
ein galaktisches Du an, worauf ich leider nichts erwidern kann, denn prompt
stößt die Krankenschwester den Vorhang beiseite.
Draußen im Gang hört man bereits Frühstückskarren anrollen.
Statt Wurstscheibe hätte ich mir lieber mehr Marmelade gewünscht - leider im
urigen Urinbeutel die Werte erhöht.



ZUGABE 2
Seit kurzem dem Schaltkreis entflüchtigt und somit nüchtern torkelt er
zum Späti.
Für ein Päckchen Tabak mieser Sorte reicht der Schotter noch. Und zwei
Dosen Pils.
Ach nö, lieber nicht. Man liest ja so viel über Rückfall.
Vielleicht zittert seine Hand wegen Kälte. Aber wir haben Hochsommer und es
dödelt aus offenen Cabrios.
Trotzdem bibbert der Junky neben ihm vom Eckpfeiler. Ach so, ist er selbst.
Also her mit dem Bölkstoff!
Kauern in der Ecke. Bettelmama, schwing die Decke um dein Kind!
Hochgerappelt.
Abends ein Teller Erbsensuppe nahe Sozialstation.
Sein Begleiter hieß Bubsy. Ist aber schon lange tot. Wuff.

2020  (WEIHNACHTEN)
Geduldig wabert Kringelgebäck an der Tanne. Diesmal Geschenke drunter - Fehlanzeige.
Kaum angebrannt blubbert Chili Con Carne im Schmorer. Drei Tage immer der gleiche
Fraß und Reste werden eingefroren.
Elektrisch aufgeladen flackern Kerzenleuchter, made in China.
Zu saufen - Korn, Billigbier zu 68 Cent pro Dose. Dazu gönnt man sich innerlich Corona
Abstand plus ne Tüte Chips.
Im Radio schallt weihnächtlicher Punk Rock. Ewig die ollen Schlager Marke "California
Über Alles" oder "Anarchy In The Unterhose".
Runter vom Trottoir. Oh mein Gott - am Himmel funzelt ne Rakete!
2021 lauert mit Argwohn. Stoppp.

DER GLÖCKNER VON MOOR SÜMPFL-BOCK
Ja, da staunt der Leser - sie existieren noch, die Moraste mit verschwurbelter  Kiefer,
inzwischen unter Naturschutz, trotzdem von der Baufirma asphaltiert, gegen Spende
beim Bürgermeister.
Ausgeblubbert hat sichs, wo einst Kröten unkten und Quasimodos Pfeife dampfte.
Mißmutig betrachtet er die Kapelle: Quer ragt der Turm. Unter Dachspindeln sein
Gemach und Strick zum Bimmeln.
Seit Corona parken keine Busse mehr am Vorplatz. Dort, wo man sich als Mißglückter
immer ein Zubrot erwirtschaften konnte.
Allerorten Sperre, maximal ein Geäst plus Dackel. Wuff.
Nicht sehr feierlich, wenn man gerade im Schmodder versinkt.
"Hilfe!" krächzt der ehemalige Meßdiener in der Pampe platschend.
Ohne Erlaubnis, geschweige denn Hilfe zu holen, knipsen ihn
einige Frechies und verduften kichernd.
Um sich festzuhalten erscheint ein Zweig ziemllch brauchbar.
Flugs rausgehangelt. Wenig Zeit, um ein Selbstportrait zu knipsen ( - überhaupt
wird heuer alles digital verfremdet, da ist er kein Freund von - ).
Abendbrot beim Pater und ab vor die Glotze.


FORTSETZUNG  FOLGT!!!!!!!!!

TEIL 2:
DEFILIBRIEREN OBWOHL ERZBISCHOF


01.
AMPH
Kalter Speed
farbloses Grau
unter dem Schirm
explosiver Stau
Heizkörper
auf Zero geschaltet
einst ferne Wärme
Blitzlicht erkaltet
zieh deine Line
wirst es (wie immer)
bereuen
Gedanken aus Stein
beginnen zu streuen
fledder den Schein
wird grünstichig sein
Folie zerfasert
im Neon Schrain.
Man meint zu erfrieren
verquirlt mit Gestirn
am Ende retro
in den Fleichwolf marschieren.

Entrinnen in Stücken
Illusionen zersplücken.
So zünde ein Teelicht an,
doch sie pusten es aus
fang an, dich zu ducken

sonst spürst du die Faust.


02.
Pillen spiegeln Enge
soweit denken will ich nicht
ohne Zwänge wegzuschweben
doch Tabletten hindern mich
ach wär es gestern
würd ich leben
heute ist es allerlei
mit leichtem Lächeln
widerstreben
könnt mich wittern
unendlich frei
doch Dunkelheit
lässt Ängste blühn
Eiszeit überall zu fühl'n
mag Sauerstoff
- es ist zu spät
unverhofft
den Tod erlebt.....

03.
Für Wohnparks
Wälder niederbrennen
verfaulten Wal
in Stücke sprengen
Unbeugsames
grob zermahlen
Millionen Jahre
weiter strahlen

04.
Vorm Heimkino strippen
zu Beatsound wippen
Eiswürfel dippen
am Brandy nippen
runter kippen
Gogogirl Lippen
Super 8 Rollen
World Cup Stollen
Sexy Flexi Regen
Filmriss kleben

05.
Hör in dich rein
musst wachsam sein
unerhört taff
pass auf, das du's
raffst
nimm's besser ernst,
sonst wirst du entfernt
wolltest eigentlich nur
Glück
bist zu weit
entrückt.....


05.
Jemand zuhause
in diesem leeren Haus?
Hier brennt kein Licht
in diesem leeren Haus.
Nur leere Fenster,
wohin ihr auch schaut.
Hörst du den Sturm,
der durch die Ritzen braust?

Ein alter Schornstein
wackelt auf dem Dach,
von den Fenstern
blättert ab der Lack,
am Haustürschlüssel
nagt schon längst der Rost
und im Briefkasten
modert alte Post.
Jemand zuhause?

06.
Am Kopf platzt die Granaten Naht
Gedanken sterben in der Glut
im Stacheldraht
hängt Fleischsalat
statt Mayonaise Menschenblut
Bitter ist es, das Erreichte
Knochensplitter, ausgebleichte
Wie die Krume
auf der Gabel
wächst aus dem Nabel
eine Blume?



07.
DAS ENDE
Erneut vor der Schranke
Lichtunnel Flanke
auserkoren
kein Widerstreben
zweites Leben
wie neugeboren
war verstorben
und lief durch die Röhre
zum hellen Licht
hörte Engelschöre

08.
Magma Feuer
aus eisigen Grüften
Verglühte Asche
von Wurzelfrüchten
als misslungener Test
ausgestorben
der Genpool Rest

09.
Wir lecken Todes Viren
quasi vom Trottoir ab
und siehst du etwas Grün
nies es einfach weg
blas Tröpfchen an die Bier Reklame
hat alles keinen Zweck
Im Rinnstein staubt Corona
getrocknet, fast verbraucht,
das wird jetzt eingerollt
und sogleich geraucht
oh Mama, hol mir Husten Saft,
sonst macht mich die Seuche platt
sie naht unheimlich schnell
we all go to hell.....

10.
Reglos verharren
hypnotisiert starren
Künstlich fallen
rein optisch Korallen
Chromosone gecheckt
offensichtlich defekt
farblich verändert
kaum sichtbar gerändert

11.
Auf die Schnelle
Feuerbälle
Antiquitäten
zertreten
Freiheit vernichten
Todes Camp errichten
Galeere steuern
stets Quälerei erneuern
Immer dauergewellt
nie freeform dentstellt

12.
Kein Ziel von mir
sind erloschene Sterne
Lieber Galaxien umnebeln
würde ich gerne
mich mindestens 130 Grad
erhitzen
dann Quasare umflitzen
allerdings ohne ausreichende Schwerkraft
verliert das Weltall immer mehr Saft

13.
Blitze treffen Schmetterlinge
schlagen ein Feuer Rad
zwischen Ästen roter Hirse
lodert Eis Kristall
mal schrubbt der Westwind
Pelikan Orangen
in meinen Händen
donnert Wasserfall.
Doch allzu oft
muss ich das Dreieck jagen
der Mondbaum schreit nach Fleisch
zum Sprung ins Lippen Netz des Grases
kniet des Bestien Schädel Meute
heute
vor langer Zeit

14.
Unter Bogengängen
Ampullen zentzerren
Zickzack Kreisen
die Finsternis entsperren
Willkürlich frei
das Fallen verlagern
am vorderstem  Punkt,
wo die Tentakel wabern

15.
Auch untrainiert
Labyrinthe durchqueren
exakt mit Risiko
Substanzen leeren
Nach Raumlage
jeweils Skizzen
entrollen
Krümmungen
Tribute zollen

16.
Wo ist die Hand.
die Snacky schmilzt,
drehn sich Urlybellen
schneller als die
Ananas der Zeit?
Während welker Toast
genormten Schinken klebt
zerschießen Cowboys
Studiofelsen
in der Prairie
der Einsamkeit

17.
Manchmal sind Suppenwürfel rund
tragen Kitsch Perücken
Mäuse mit Ohren auf dem Rücken?
Flattern tellergroße Falter
über Glockenbrücken
röhren Hirsche Chop Suey
plastikgolden räkeln sich die Rosen
in Kippen Brandloch Posen
schmeckt die  Calamari Fritti Krake
nach Erdrutsch Sake
Tote Fliegen Ufos
träumen im Fangnetz der Gardine
von Bitter Mandel Nektarine

18.
Verloren strudeln durch leere Gänge
starr wie All
Zigaretten aus dem Eisblock quetschen
ansonsten sprödes Frost Zahnfleisch
Würfle Schneeball Wolkenfetzen
zwischen grünem Fingerstrom
Fühl, mein Puls bläst Leuchtstoffröhren
ans Warteschild der Bus Station

19.
Dingeling, auf geht die Tür
heraus tritt ein Rentier
mit Glöckchen als Zier
ein paar über'n Nüstern
zehn an den Zehen
wer hats gesehen?

20.
Wuchtige Wurzeln
umwabern Stufen zum Mond
herunter quillt Wasser
krümmt Dünen zu Kiesel
wo nur Wüste wohnt

21.
Um Skulpturen
Blüten streuen
gar verstorben
ohne Frevel bereuen
geflieste Brücken
gerade rücken
irgendwann Statuen
mit Gesprächen
beglücken

22.
Cherie,komm bloß nicht in die Villa
zentral gelegen
fahl ruht der bleiche Marquis da,
ohne sich zu regen
wollte nur schnell ein Pfeifchen
rauchen
dabei grollte sein Bärenfell,
begann ihn anzufauchen
Gerade traf ihn ein Schlag
beziehungsweise 'ne Tatze
nur ein Hieb, schon kippte
der Altfreak
von  der Matratze

23.
Wieder flattern Fledermäuse über'n Flieder
noch und nöcher sprudelt Vollmond
aus dem Kosmos schwarzer Löcher
klirrt der Frostreif zwischen Netzen
himbeerblauer Spinnen
springt der Graf, elfenbleich,
in Smoking Fetzen
von den Zinnen eines Turms
plüschiger Charme im Zentrum des Wurms
blinkt der Zahn - Schneewittchen Charme
zuckersüßer Marzipan
betäubender Trank unter Efeu Gerank
heult der Werwolf im Rüschenhemd
ist der Sarg verklemmt
kruziblitz durch den Gulli geflitzt

24.
Auf die Schnelle
Feuerbälle
Schreie ablichten
Antiquitäten zertreten
Freiheit vernichten
Sklaven Camp errichten
Modell Galeere steuern
teures Handy erneuern
nie Freeform enstellt
sondern dauergewellt

25.
Panzerglasförmig  Natur versiegeln
nur versmogte Umwelt spiegeln
vor Pseudoflora weichen
gegenüber Reichen
die Segel streichen
mit Raketen die Satelliten
zersplittern
über Ozon Ruinen schlittern
Tag für Tag weniger regenerieren
nach und nach die Hoffnung verlieren


26.
Verwildeter  Schmuck, zeitlose Form
dieses Amulet entspringt keiner Norm
äußerlich völlig unsakral
windet sich inwärts Spiral Bacchanal
spurlos gesät
weisen Riten den Weg

27.
Tönerne Knochen
ans Ufer gespült
aus dem Sande
ragt Teibholz,
das niemand erfühlt
und da splittert
Feuerstein
ritzt struppige Haut
grell lodern Flechten
uns vor Rillen graut

28.
Glocken läuten
Resourcen erbeuten
über Genpark flanieren
Kirschblüten sortieren
an Korallen prallen
zusammenfallen
auf Gletschereis treiben
Schneesturm meiden
Vulkane genießen
Wüsten sprießen

29.
Schmetterling Arien
Yoga Psalme
Mondgott Szenarien
Rasterhalme
etwas gequetscht,
doch elastisch gestretscht
angenehm umblockt
Velours Charme lockt
überwiegend entspannt
bin schnell weggerannt

30.
Gefiedeter Krebs
Rollo weg
Tomatensaft Knall
kerzengerader Fall
über Knochenfinger gestülpt
Rauhfaser vermüllt
Kanaldeckel als Frisbee
unter'm Arm
Sky Line Alarm
am Rinnstein kollidiert
gelber Nebel patrouilliert

31.
Sangria und Sonnencreme
Luftmatratze macht Ödem
Beton Klotz statt Strände sehn
Billig Rolex für elf Euro zehn

32.
Ressourcen Übernutzung
Umweltverschmutzung
globale Verseuchung
keine Entfleuchung
Adel besetzt letztes Idyll
für den Rest bleibt Overkill

33.
Ohne Tabus
nur Frottee Montagen
Projektionen
aus Schlabbrig Bandagen
Fünf dimensional
schöpferisch tief
Raumillusionen
verfärbt negativ

34.
Überall von Materie durchdrungen
prinzipell Masse
doch als Vielfalt mißlungen
Wolken, deren Volumen Zentren
errichtet
aber vollständig Gravitation
vernichtet

35.
Da brät
gerade Hugo
Spezialität
der Sugo
zwar hat er keine Ahnung
doch was nützt meine Mahnung?
Tomaten in den Topf
vom Ochsenfrosch
der Kropf
Nen halben Liter Erpelschnaps
mit Beigeschmack
von Bitterflachs
Binsensprossen
frisch gepresst
Linsen reingegossen und zuletzt
Donnerwetter
Bilsenblätter!
Haut ab ins Unkraut -
der Kessel fetzt!!!
Spirren flirren
Seggen verebben
Kröten tröten
nichts mehr zu retten

36.
Bläulich verschoben
als verlangsamte Zeit
Sonnen erlöschen
Starre bleibt
Niemals Elipsen
zum Zentrum bewegt
folglich nur Körper
mit Instabilität

37.
Auch untrainiert
Labyrinthe durchqueeren
exakt als Nachversuch
Substanzen entleeren
nach Raumlage
jeweils Skizzen entrollen
Krümmungen
Tribute zollen

38.
Wär ich ein Chameleon
würd ich gerne mit dir leben
und die Augen rollen
vor Begeisterung
dir mittels Zunge eine
kleben
giftgrün, immer
auf'm Sprung

39.
Gebenedeit sei Aurora Signal
plasmasiere Marionetten
wirrer wir
nie morgens um Fünf
schwitzen unter Neonlicht
weiße Spuren p.p.p.p . meilenweit
entnable Zeit

Nie morgens um Fünf
kreuzen Spuren Liebesfleisch
schlaf mit Ring
ums Kautschuk Kleid
Wachs auf Leder
gutes Fleisch
spritze Hunger, sei bereit!


EPILOG
Je greiser uns das Leben zeichnet,
unter der Brücke ploppt die Dose.
Geh, die Blase pfeift zum Aufbruch,
sonst geht alles in die Hose!

diverse weitere Lyrik:
DUO LAVALMPE



Ewig isses her, dass unsereins bei FILMFOREN.DE unter seinem Alter Ego WOLLMOLLUSKEL diverse  Filmkritiken verzapfte: GRUFT DER
TOTEN SAMMLER"

















IN KÜRZE HIER ZU SCHMÖKERN:
TEIL3: "IM ARCHÄO TAL"
ALS FORTSETZUNGSROMAN!!!!!!!!!!!!!!!



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